Spione im Iran und Libanon enttarnt - Die Agenten werden knapp

CIA-Ehrentafel in Langley für getöte Agenten

 Herbe Niederlage für den CIA in Nahost: Mehr als ein Dutzend CIA-Informanten sind in Iran und Libanon enttarnt worden, berichtet der amerikanische Fernseh-Sender ABC. Die US-Regierung befürchtet nicht ganz zu Unrecht, dass die Festgenommen hingerichtet werden - oder schon tot sind.

(Washington)     Ein schwerer Rückschlag für die USA: Nach Informationen des amerikanischen TV-Senders ABC sind mehr als ein Dutzend CIA-Agenten in Nahost enttarnt worden. Bei den Festgenommen soll es ich um "ausländische Spione" handeln, die vom US-Geheimdienst im Iran und in der libanesischen Hisbollah angeworben wurden. Diese sollen zu zwei Spionageringen gehört haben.

 
Ausserdem befürchte die amerikanische Regierung, dass die Festgenommenen hingerichtet werden könnten oder schon tot sind. Der Sender beruft sich auf anonyme, derzeitige und frühere Regierungsbeamte und Geheimdienstler. "Spionage ist ein riskantes Geschäft", kommentierte mitleidslos ein namentlich nicht genannter Regierungsbeamter. Die Aushebung der beiden Spionagenetze erschwere nun die Kontrolle über das iranische Atomprogramm und über die Pläne der radikalislamischen Hisbollah.
 
Noch liegen die Einzelheiten der Affäre im Dunklen. Die Behörden in Washington halten sich mit Informationen zurück: Sowohl die CIA als auch der Sprecher des Weißen Hauses weigerten sich, zu den Berichten Stellung zu nehmen.

Enttarnt wurden die US-Informanten durch zwei Hisbollah-Geheimagenten in Beirut. Diese hätten sich als potentielle Mitarbeiter ausgegeben, berichtete der Sender. Dabei sollen sie erfahren haben, in welchem Restaurant in Beirut sich die CIA-Agenten mit ihren Informanten trafen. Über die Doppelagenten erfuhr der Sicherheitsdienst der Hisbollah die Namen von etwa einem Dutzend CIA-Informanten.

Unklar war allerdings zunächst, wann die CIA-Informanten festgenommen worden sein sollen. Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah hatte bereits im Juni behauptet, zwei CIA-Spione enttarnt zu haben, die in seiner Organisation gearbeitet haben sollen. 

Wenn der CIA durch Verhaftungen und Hinrichtungen so langsam die Agenten ausgehen, dürften den USA aufgrund des Personalmangels die Überwachung und Manipulation des iranischen Atomprogramms noch schwerer fallen als bisher.
 

Kommentare

O WEIA
DER WAHRE GRUND IST; WIE AUFGEFÜHRT;PERSONAL MANGEL. CIA ZAHLT NUNMAL ZUWENIG UND OBENDREIN ENGAGIERT SIE NUR EINEURO JOBER.
Gruß