Enkelkind: Die erste Übernachtung bei Oma und Opa

Übernachtung bei Oma und Opa
Aufregender Meilenstein des Familienlebens - das Enkelkind darf zum ersten Mal bei Ihnen schlafen. Ein Abenteuer, das neue Emotionen bereithält und mit etwas Fingerspitzengefühl bereichernd für alle Beteiligten sein kann.

Enkelkind: Die erste Übernachtung bei Oma und Opa

Es ist eine neue Situation, die bei Großeltern für Herzklopfen sorgt und Erinnerungen an die eigene Verantwortung weckt: Ihr Enkelkind wird über Nacht in Ihre Obhut übergeben. Ob Sie ihren kleinen Schatz häufiger treffen oder nur selten sehen – diese Herausforderung nehmen Sie stolz an. Zweifelsohne, die Beziehung zu den eigenen Großeltern ist altersunabhängig besonders.

Sie nehmen sich möglicherweise mehr Zeit, als Sie für Ihren eigenen Nachwuchs hatten. Die Kleinen haben sensible Antennen und bemerken den Unterschied. Wenn die elterliche Generation mit mahnendem Zeigefinger den Vorwurf des Verwöhnens erhebt, stehen Sie lächelnd über den Dingen, denn Oma und Opa dürfen das! Ein wenig Aufregung müssen Sie sich freilich eingestehen. Doch solange grundlegende Dinge beachtet werden, kann das Vorhaben ein voller Erfolg werden.

 

Ab wann können Kinder bei den Großeltern übernachten?

Es gibt keine klare Empfehlung, ab wann Enkel bei den Großeltern schlafen. Jedes Kind tickt anders, auch Eltern haben unterschiedliche Ansichten. Gewöhnt man Kinder früh an dritte Betreuungspersonen, meistern sie die Situation oft gelassener.

Schenkt man dem Kind als Eltern jahrelang die alleinige Aufmerksamkeit, kann dies eine Vertrauensbasis schaffen, von der beide Seiten umso länger profitieren. Drängen Sie keinesfalls – die Eltern kennen ihren Sprössling am besten und müssen sich mit ihrer Entscheidung wohlfühlen, sonst ist der Plan, bei Ihnen zu schlafen, bereits zum Scheitern verurteilt. In jedem Fall sollte das Kind auf den großen Tag vorbereitet werden und idealerweise mit Ihrem Domizil vorab vertraut sein.

 

Bei Oma und Opa übernachten – was muss mit?

Gibt es grünes Licht und Sie bereiten sich auf die Ankunft Ihres Hausgastes vor, achten Sie darauf, dass alle notwendigen Utensilien vorhanden sind. Dies gilt insbesondere, falls die Eltern nicht spontan zur Stelle sein können. Zum klassischen Gepäck zählt neben Kleidung und altersgerechten Dingen wie Zahnbürste, Windeln & Co. jegliche gewohnte Einschlafhilfe. Falls Sie sich im Vorfeld schlau machen wolle, so gibt es auf Websites wie Eltern-ABC.de viele hilfreiche Tipps.

Ob Schnuller, Kuscheltier oder sonstige vertraute Gegenstände – sie beeinflussen die Stimmung entscheidend. Fragen Sie nach, was Ihrerseits beigesteuert werden darf: Vielleicht planen Sie tagsüber einen Ausflug oder ein Highlight zum Abendbrot, das nebenbei den Abschiedsschmerz von Mama und Papa lindert?

 

Worauf sollte man achten, wenn das Enkelkind bei Oma und Opa schläft?

Generell sollten Sie beachten, dass der grobe Ablauf mit den Eltern abgestimmt wird, damit diese die Abwesenheit genießen können und Sie selbst eine Chance auf Wiederholung bekommen. Bedenken Sie, dass ein älteres Kind schon gerne aus dem Nähkästchen plaudert. Sicher möchten Sie wissen, wie Sie den Zögling beruhigen können, wenn es eine Träne vergießen sollte, statt zu schlafen.

Bringen Sie in Erfahrung, welche festen Rituale ihr Enkelkind gerade beim Einschlafen kennt und versuchen Sie, diese zu integrieren. Eine steife Kopie macht wenig Sinn, doch etwas Vertrautheit wird über die ungewohnte Umgebung ein Stück weit hinwegtrösten. Wenn Sie die Gelegenheit haben, empfangen Sie Ihr Enkelkind möglichst schon tagsüber und unternehmen Sie etwas gemeinsam. Stellen Sie sicher, dass es sich verabschieden kann und die Abwesenheit der Eltern erklärt wird, damit es begreift, dass es sich um eine vorübergehende Ausnahme handelt.

 

Was kann man machen, wenn die Enkelkinder nicht bei den Großeltern übernachten wollen?

Gibt es trotz allem Probleme, bleiben Sie ruhig. Hier lässt sich nichts erzwingen, doch von mancher Heimweh-Attacke können Sie mit ein wenig Geschick ablenken. Werfen Sie nicht vorschnell die Flinte ins Korn! Manchmal hilft ein wenig Hartnäckigkeit, garniert mit einer Prise großelterlicher Gelassenheit und notfalls einem trostspendenden Betthupferl außer der Reihe.

Vergessen Sie nicht: Dieses Privileg genießen Sie als Oma und Opa! Signalisiert Ihr Enkel dennoch einen unüberwindlichen Wunsch nach elterlicher Nähe, wägen Sie ab. Unter Umständen holen Sie telefonisch Rat aus erster Hand ein.

Ist das Vorhaben schließlich von Erfolg gekrönt und sind alle Parteien zufrieden, werden Sie der nächsten Runde erwartungsvoll entgegensehen und ihr Enkelkind bestimmt noch lieber bei Ihnen übernachten.

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