Herausforderungen bei der Pflege eines Angehörigen

Herausforderungen bei der Pflege eines Angehörigen

Herausforderungen bei der Pflege eines Angehörigen

Die Pflege eines Angehörigen kann mitunter eine sehr anstrengende und verantwortungsvolle Herausforderung sein. Nicht nur das bestehende Zeitmanagement des Tages wird durch diese besondere Aufgabe auf den Kopf gestellt. Auch das Drumherum und das, an was gedacht werden muss, hat man einen riesigen Umfang an ganz unterschiedlichen Aufgaben.

Angefangen von den Behördengängen, den Formularen, Vollmachten und Absicherungen. Oder auch die Wahl des passenden Pflegepersonals, welches die Pflege, zumindest die Grundpflege, übernehmen wird. Bis hin zur richtigen und zielorientierten Einrichtung des Zuhauses, des Zimmers der zu pflegenden Person selbst. Da müssen mitunter etliche Umbauten und Veränderungen innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses unternommen werden.

Denn mit dem sicherlich guten Gedanken, eine geliebte Person zu sich nachhause zu nehmen und zu pflegen, ist es nicht getan. Es gibt einiges zu organisieren und zu planen bevor es losgehen kann. Die Pflege und Betreuung pflege- und hilfebedürftiger Menschen stellt an pflegende Angehörige grundsätzlich sehr hohe Anforderungen. In vielen Fällen kann eine private Pflegesituation ganz plötzlich und ohne jegliche Vorbereitung vor der Türe stehen. Dies kann zu starken Belastungen der pflegenden Angehörigen und Familien führen.

 

Zuerst alle Eventualitäten erledigen

Die Finanzierung der Pflege steht zunächst im Vordergrund, denn ohne sie kann die gesamte Pflege nicht in vollem Umfang stattfinden. Hier muss zu Beginn geklärt werden, ob es sich um eine Kurzzeitpflege handelt oder eine Tagespflege und der Fall der 24-Stunden Pflege. Auch der Schweregrad der zu pflegenden Person, die Pflegestufe, wird zunächst über den Medizinischen Dienst, der wiederum über die jeweilige Krankenkasse informiert wird, eingestuft.

Die Kostenberechnungen für die Pflege zuhause besteht aus drei Säulen: Da steht das eigene Einkommen und Vermögen den Leistungen der sozialen Pflegeversicherungen gegenüber und auch die Hilfe der Pflege über das Sozialamt. Da fließen Pflegehilfsmittel hinein, Umbaumaßnahmen, die beispielsweise zur Barrierefreiheit führen können bei Rollstuhlfahrer oder auch der Einrichtung des Pflegezimmers mit gesonderten, medizinischen Betten. Die Pflegesachleistungen, das Pflegegeld als solches und im welchem Umfang. Da können aber auch Seminare über die Pflegeanwendungen für die pflegenden Angehörigen zählen, wie auch Kurse, die speziell für diese Personen eingerichtet wurden und zur Entspannung und Entlastung führen sollen.

 

Pflege komplett selbst managen, oder ist professionelle Hilfe gefragt?

Diese Frage sollte und muss man sich auf jeden Fall immer stellen. Denn Hilfestellungen und Leistungen, die über den normalen und stemmbaren Rahmen hinausgehen, sollten von geschultem Personal und Pflegepersonal übernommen werden. Da gehören beispielsweise Katheter wechseln, wie Injektionen, oder auch andere Dinge, die medizinisches Wissen und Qualifikationen voraussetzen dazu. Medikamentengabe, Mahlzeiten vorbereiten und auch verabreichen, oder auch das Waschen, wie füttern und die Körperpflege betreffend und mehr können durchaus von Angehörigen durchgeführt werden. Nicht aber wiederum das Wechseln der Infusionen oder der Beutel bei künstlicher Ernährung und künstlichen Darmausgängen. Sobald sich die Körperpflege des Betroffenen als schier nicht mehr machbar herausstellt, da der pflegende Angehörige vielleicht selbst körperliche Gebrechen hat und dies nicht mehr selbstständig ausführen könnte, sollte auf jeden Fall das Pflegepersonal geordert werden.

Wissenswertes rund ums Thema Pflegekräfte und mehr findet man auch hier. Bei diesem Angebot kommt durch die DSB vermitteltes Personal zum Einsatz, welches mit im Haus wohnt und sich um die Grunddienste sowie den Haushalt kümmert. Wird die pflegebedürftige Person krank, so wird ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen.

 

Pflege nach Krankenhausaufenthalt

Besonders nach einem Krankenhausaufenthalt, oder einer schwerwiegenden Erkrankung benötigen ältere Menschen Pflege und Hilfe im Haushalt. Wenn aber die Voraussetzungen für einen Pflegegrad nicht gegeben sind und dennoch die Person gepflegt werden muss, müssen Angehörige die Versorgung für die begrenzte Zeit planen. Finanzielle Probleme führen nicht selten dazu, dass die Pflege nicht angemessen gewährleistet werden kann. Für eine begrenzte Übergangszeit können aber dennoch Hilfen im Haushalt und Grundpflege verordnet oder auch eine Kurzzeitpflege in Anspruch und beantragt werden.

 

Formalitäten erledigen

Wichtige Formalitäten müssen erledigt werden, damit die Pflege reibungslos über die Bühne gehen kann. Hierzu gehören in erster Linie die Patientenverfügungen, die Patientenvollmacht und die Vorsorgevollmacht. Die Betreuungsverfügung gehört ebenso dazu, wie die gesetzliche Betreuung. Zu Guter Letzt sollten alle pflegende Angehörige ein gutes Netz unterschiedlicher Schwerpunkte aufbauen. Am besten mit Gleichgesinnten zusammentun und austauschen und ein passendes Netzwerk an Hilfs- und Pflegediensten rund um die zu pflegende Person aufbauen, damit alle offenen Fragen stets schnell und zügig beantwortet werden können. Wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr übernimmt bei der Pflege selbst. Körperlich wie auch seelisch kann diese Zeit, einem Menschen zu pflegen sehr an der eigenen Substanz und Kraft zehren. Dessen sollte man s ich grundsätzlich immer bewusst sein.